DANKE FÜR EIN WUNDERSCHÖNES ERSTES KASSELER KLIMACAMP!

In den Tagen vom 26. bis 28. September 2019 fand im Nordstadtpark das erste Kasseler Klimacamp statt.

Im Rahmen der Global Strike Week von Fridays For Future und der Kampagne By2020WeRiseUp Ende September enstand hier für drei Tage ein Ort, auf dem wir gemeinsam aktiv werden, unsere Kämpfe verbinden und unserer Forderung nach einer klimagerechten Welt Ausdruck verleihen konnten.

Programm

Donnerstag/Freitag: Aktionstrainings und Skillsharing-Workshops
Freitag/Samstag: kreative Kleingruppen-Aktionen in der Stadt
Samstag: regionale und lokale Vernetzung zu #by2020
Donnerstag – Samstag: Workshops zu Postwachstum und nachhaltigem Aktivismus

> PROGRAMM

Aktuelles

Danke allen Helfer*innen und Teilnehmenden, die dieses Camp mitgetragen und möglich gemacht haben!
Es waren drei Tage voller Austausch, Begegnung, Vernetzung, Lernen und Genießen. Wir sind froh, damit einen aktionsreichen Sommer abzuschließen. Und wir schauen nach vorn. Wir sehen uns in Berlin und in der Lausitz!
Ein Resümé über das Klimacamp von KligK gibt es hier.

Aktionen

Es gibt, anders als bei anderen Klimacamps wie im Rheinland, keine geplante Massenaktion zivilen Ungehorsams, zu der wir aufrufen oder einladen. Am Freitag finden die Fridays For Future Demonstration und die Critical Mass statt, zu denen wir zur Teilnahme aufrufen. Schwerpunkt des Camps liegt auf Vernetzung und Austausch. Auf Nachfrage des Ordnungsamts weisen wir nochmals darauf hin: Falls vor, zu oder nach der Versammlung zu Straftaten aufgefordert wird oder der Eindruck entsteht, dass zu Straftaten aufgefordert wird, distanziert sich die Versammlungsleitung und die Veranstalter*innen ausdrücklich davon.

Aufruf

Die Folgen des Klimawandels werden immer gegenwärtiger.
Die Sommer werden heißer, in aller Welt vertrocknen oder brennen Wälder, Wasserpegel der Flüsse sinken, Gletscher schmelzen und der Meeresspiegel steigen weiter – die Taten von Politik und Wirtschaft beschränken sich aber weiterhin auf leere Worte und ökologische Feigenblätter.
Seit Monaten gehen Schüler*innen, Studierende, Eltern, Großeltern dagegen auf die Straße. Um mit verstärkter Dringlichkeit zu zeigen, dass wir jetzt handeln müssen, hat Fridays For Future für die Woche vom 20. bis 27. September zur Globalen Klimastreik-Woche aufgerufen.

Der Wunsch nach einer besseren Welt vereint feministische, antikoloniale, antikapitalistische, antifaschistische, antirassistische, ökologische, soziale und Arbeiter*innen-Kämpfe und Solidaritätsstrukturen mit Geflüchteten. Das Aktionsbündnis By2020WeRiseUp ruft deshalb auf, den Kampf für eine klimagerechte Welt mit einem Streit für einen generellen Systemwandel zu verbinden. Ab Ende September ist die erste von drei „Wellen“ politischer Aktionen angekündigt, die auf die vielfältigen Krisen und mögliche Alternativen aufmerksam machen will.

Das Klimacamp in Kassel soll für emanzipatorisch bewegte Gruppen und Einzelpersonen aus der Region ein Ausgangspunkt für Vernetzung und Aktion im Rahmen der Globalen Klimastreik-Woche und der ersten Aktionswelle von By2020WeRiseUp sein.

Unsere Zukunft wird nicht nur in Brüssel und Berlin entschieden. Auch nicht nur an den Abbruchkanten der großen Tagebaue. Die Kämpfe gegen klima- und umweltschädliche Technologien, Industrien und Infrastrukturen und für ein Ende der Verbrennung fossiler Rohstoffe, für eine Verkehrs-, Energie- und Wärmewende und Klimagerechtigkeit müssen auf allen Ebenen verfolgt werden. Gerade auch lokal und regional!

Am 26. August hat die Stadtverordnetenversammlung in Kassel eine Resolution für mehr Klimaschutz beschlossen. Das ist für uns ein Schritt in die richtige Richtung. Unsere Aufgabe als Bewegung ist nun, dafür zu sorgen, dass es nicht bei hohlen Phrasen bleibt. Wir werden den Druck aufrechterhalten und klarmachen, dass wir ein Festhalten am Status Quo unter neuer Rhetorik nicht akzeptieren werden.

Auch in Göttingen, Marburg, Paderborn, Gießen, Fulda, Hannover, Erfurt, Frankfurt haben wir in verschiedenen Gruppen und Aktionsformen viele Erfahrungen gesammelt. Ein Ziel des Camps ist daher, die Vernetzung lokaler und regionaler Gruppen aus diversen politischen und sozialen Kontexten voranzubringen. Um voneinander zu lernen, Erfahrungen auszutauschen und Anregungen zu schaffen:

– weil die Klimakrise für viele die Ursache von Flucht und Migration ist,
− weil unsere Wirtschafts- und Konsumweisen nicht nur Natur, sondern auch Menschen und Tiere ausbeuten,
– weil eine Lösung der Klimakrise ohne eine Kritik an bestehenden Machtverhältnissen nicht funktionieren kann
– und weil uns eine Rettung des Planeten nichts hilft, wenn wir nicht auch gegen faschistische, patriarchale oder reaktionäre Strukturen arbeiten.

Lasst uns unsere Kämpfe verbinden, uns aufeinander beziehen und uns gegenseitig stützen!

Lasst uns beginnen, gemeinsam an unseren Vorstellungen von einer besseren Welt zu arbeiten!

Klimacamps sind immer auch Orte praktischer Utopien alternativer Lebens-, Wirtschafts- und sozialer Organisationsweisen. Wir wollen auf dem Klimacamp einen Ort schaffen, auf dem sich alle Menschen, unabhängig gleichermaßen sicher und wohlfühlen.

Ihr habt Lust einen Beitrag zum Klimacamp zu leisten? Workshopangebote, musikalische und künstlerische Beiträge, Aktionsorganisation, Geld- oder Sachspenden, Aufbauhilfe? Wir freuen uns über eure Unterstützung. Meldet euch unter klimacamp-kassel@riseup.net und folgt uns auf Twitter @KligK_KlimaKS!


Drei Tage Vernetzung, Aktion und Workshops.

Informationen zu Anreise, Unterstützung und Awareness.

Eine Anmeldung ist nicht nötig, hilft uns aber bei der Planung.


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