PROGRAMM

Chronologische Übersicht der Workshops und Veranstaltungen

Das Klimacamp soll eine Plattform für Austausch und Aktionen zu Klimagerechtigkeit und solidarischer Stadt sein. Auch wenn ihr noch spontan Lust habt, einen Workshop, ein Skillsharing oder ein Vernetzungstreffen habt, schreibt uns oder pinnt eure Idee ans Open-Space-Board im Infozelt.

🅰️_Aktionstraining 🅿️_Offenes Plenum ✳️_Nachhaltiger Aktivismus 🕸️_Vernetzung 🎵_Kultur&Musik 💪_Aktion

Donnerstag, 26.08.

Donnerstag, 10.00-12.00

Input und Workshop: Aktionsformen und Protest 🅰️
Beschreibung folgt.

Training für Aktionen zivilen Ungehorsams 🅰️
In diesem Workshop habt ihr die Möglichkeit, eure Ideen zu Arten des zivilen Ungehorsams auszutauschen. Wir werden zusammen darüber reden, welche Vorbereitung dabei hilfreich ist und wie eine gute Kommunikation innerhalb der Gruppe verlaufen kann. In einem praktischen Teil werden wir zudem im Rahmen eines Rollenspiels üben, Polizeiketten zu überwinden und anschließend eine Sitzblockade zu bilden.

Donnerstag, ab 12.00

Küche für alle (KüfA)
Ihr könnt die Küche unterstützen. Ab spätestens 10.00 Uhr sind wir am schnippeln und dünsten, kommt dazu!

Donnerstag, 13.30-15.30

Einführung in Tiefenökologie ✳️
Klimakrise, Artensterben, das Erstarken der Rechten, Menschen die im Mittelmeer ertrinken… der Zustand unseres Planeten kann mensch verzweifeln lassen. Neben einem kurzen theoretischen Input gibt es die Möglichkeit, eigene Erfahrungen mit einer Methode zu machen, die helfen kann den eigenen Schmerz, die Wut oder was immer da ist in neue Handlungsimpulse zu verwandeln um dem Chaos standzuhalten ohne verrückt zu werden.

Donnerstag, 14.30-17.30

Kleingruppenaktionen planen und durchführen, Workshop zu Sprühkreideaktionen bis Baggerblockaden (Zucker im Tank (ZimT)) 🅰️
Welche Kleingruppenaktionen (von Sprühkreideaktion bis Baggerblockade) sind möglich? Wie kann so eine Aktion ablaufen und welche Aufgaben gibt es zu verteilen? Der Workshop soll die Fähigkeiten vermitteln, die notwendig sind,um eigene Aktionen zu planen und durchzuführen.

Donnerstag 16.00-18.00

Kommunikationsguerilla (Projektwerkstatt Sassen) 🅰️
Diese Welt ist durchzogen von Codes, Labeln und Moden. Sie ist aufgeladen mit Autorität. Ob Lieschen Müller etwas sagt oder „der Vorsitzender der SPD X-Stadt“, der „Präsident von und zu“ oder der „Direktor der blablabla“, ist ein Unterschied. Anstrengend bis chancenlos erscheint, sich selbst die gleiche Wirkung beschaffen zu wollen. Gegenöffentlichkeit und eigene Vermittlung sind wichtig – aber das Salz in der Suppe ist die Subversion. Sie ist so etwas wie japanische Kampfkunst auf politische Aktion angewendet: Die Wucht des Gegners nutzen für die eigenen Ideen. Zum Beispiel statt zum x-ten Mal gegen die Agenda 2010 wettern, diese noch überdehnen und als SPD-Gruppe die Erweiterung Agenda 2020 ankündigen. Oder verdeckt als Straßentheater agieren. In einer Veranstaltung statt protestieren sich überidentifizieren mit den benannten Zielen – Law and Order, Wirtschaftsorientierung oder Aufrüstung bejubeln, einfordern. Plakate nicht mehr überall selbst kleben, sondern bestehende unauffällig verändern und dabei die Aussage verdrehen. Über all diese unendlichen Tricks und Möglichkeiten soll der Workshops informieren.

Vortrag zur Eigentumskrise – „Über die Unvereinbarkeit der Grundlage unserer Wirtschaftsordnung mit einer nachhaltigen Kultur“ (Hans-Ulrich Eisner)
Heinz-Ulrich Eisner setzt sich in seinem Vortrag mit dem heutigen Konzept des Eigentums als Grundlage unserer Wirtschaftsordnung auseinander. Er stellt dar, weshalb es in dieser Struktur keine menschenwürdige Existenz für alle und kein an die Ressourcen dieses Planeten angepasstes Wirtschaften geben kann. Er zeigt jedoch auch Ansätze für Organisationsformen auf, in denen Eigentum wieder der Gesellschaft als ganzes dienen kann, statt sie zu spalten.

Donnerstag, 17.30-18.30

Kurzvortrag und Diskussionsrunde über die Blockade des Kohlekraftwerks Weisweiler
Infos folgen.

Donnerstag, 18.30-19.30

Küche für Alle (Küfa)
Helft mit, ab dem frühen Nachmittag im Küchenzelt.

Kleines Konzert zum Abendessen mit Robin 🎵
Als Teil von Halison Shanty Chor ist Robin geprägt von ruhigen Folk. Bei uns tritt er solo mit Mandoline auf und wird den ersten Tag am Klimacamp abschließen.
halionsshantychor.bandcamp.com/releases

Donnerstag, 19.00-21.00

Offenes Plenum des Klima-Ultimatum-Träger*innenkreises 🅿️
Anfang Juli hat ein Bündnis von mittlerweile mehr als 35 zivilgesellschaftlichen Organisationen in Kassel ein Klima-Ultimatum an die Stadtverordnetenversammlung (StaVO) gerichtet, schnellstmöglich effektive Maßnahmen in Sachen Klimaschutz zu unternehmen. Mittlerweile hat die StaVO eine Absichtserklärung für ein klimaneutrales Kassel bis 2030 beschlossen – an innovativen und wirksamen Maßnahmen, die auch schon für eine Reduktion der Treibhausgas-Emissionen in Kassel in den nächsten Jahren, fehlt es aber bisher weitgehend. Auch der von uns geforderte Klimarat, der nun eingerichtet werden soll, ist von der Stadt bisher ohne Vertretung aus der Zivilgesellschaft vorgesehen. Das kann so nicht sein!
Wir laden die Unterstützer*innen des Klima-Ultimatums daher zu einem Vernetzungstreffen ein, an dem auch über das weitere Vorgehen der Zivilgesellschaft gesprochen werden soll.

Donnerstag, 20.00-22.00

Open-Air-Kino mit einem politischen Film aus der Klimagerechtigkeitsbewegung, Popcorn, Feuertonnen und Bar. 🎵

Freitag, 27.08.

Freitag, 10.00-12.00

Verkehrswendeaktionen (Projektwerkstatt Sassen) 🅰️
Aktionen für eine Zukunft ohne Autos: Verkehrswende, Nulltarif, Fahrradstraßen Die platz-, sprit- und rohstofffressenden Stinker mit Steuermilliarden nochmal umrüsten, damit Autokonzerne und Bestattungsunternehmen weiter verdienen können? Radler*innen auf holperige Schmalspuren am Gehwegrand verbannen oder ihnen nagelneue Pisten in die Landschaft betonieren? Das kann es ja wohl nicht sein. Das Land braucht eine echte Verkehrswende. Beton- und Asphaltfläche sind genug da, sie müssen umgenutzt und der Autoverkehr dafür zurückgedrängt werden. Wichtigste Bausteine sind Fahrradstraßen und ein fahrscheinloser öffentlicher Verkehr. Denn der verbindet die ökologische Verkehrswende mit sozialer Gerechtigkeit – eine seltene Kombination, war Umweltpolitik doch bisher meist Politik für Reiche. Dieser Workshop zeigt die Möglichkeiten einer Verkehrswende – und viele Aktionsideen, sie durchzusetzen. Er beginnt mit einem Kurzfilm über Städte, in denen der Nulltarif schon funktioniert. Dazu gibt es Infos über Wirkung und Finanzierung. Danach geht es um Aktionen, die den nötigen politischen Druck erzeugen, von Kommunikationsguerilla und Fahrradaktionen bis zu großen Kampagnen z.B. um ausgewählte Städte mal einen Tag autofrei zu blockieren. Infoseite: www.verkehrswende.tk

„Übernehmertum – Wir entdecken gemeinsam unsere Möglichkeiten“, Workshop zum Possibility Management (Daniel Wendler) ✳️
Gemeinsam entwickeln wir auf Basis des Possibility Managements konkrete Möglichkeiten, wie wir unserer sozialen und ökologischen Verantwortung noch besser gerecht zu werden. Wie können wir Vorangehen und Pfade beschreiten, die uns und andere ermutigen? Was hindert uns vielleicht? Was braucht es? Zentral ist hier die Kraft der Gruppe, gegenseitige Wertschätzung und Feedback. Lasst uns unsere Möglichkeiten erweitern, experimentieren und Spaß haben!

Freitag, 11.00-13.00

Fridays for Future Demo vom Königsplatz zum Klimacamp im Nordstadtpark 💪

Freitag, ab 12.30

Küche für Alle (Küfa)
Mithilfe beim Gemüse waschen und schneiden ab spätestens 10.00 Uhr im Küchenspace.

Freitag, 13.30-15.30

Gemeinwohlökonomie (Gemeinwohlökonomie-Gruppe Kassel)
Charts, Impulsvortrag, Gespräche und Spiele

Gemeinschaften – Alternativen aufbauen (interkomm Kassel) ✳️
Weltweit suchen Menschen nach Alternativen zu einem „Weiter wie bisher“. Einige von ihnen gründen Lebensgemeinschaften, Ökodörfer und Kommunen, um Forschungsräume für ein solidarisches, ökologisch nachhaltiges, generationsübergreifendes Miteinander zu schaffen. Wie können wir schon heute einen anderen Umgang mit Geld finden? Wie können wir Bildung anders gestalten? Wie können wir Individuen und die ganze Gruppe in ihrer Bewusstseinsarbeit und ihren Prozessen begleiten? Wie gestalten wir Entscheidungsfindungen, die alle optimal einbinden? Diesen und vielen weiteren Fragen stellen sich Gemeinschaftsprojekte, um Trainigsorte mit Modellcharakter für die Gesellschaft als Ganzes zu sein. n dem Workshop werden wir euch die Netzwerke GEN-D (Global Ecovillage Network Deutschland), Kommuja (Netzwerk politischer Kommunen im deutschsprachigen Raum) sowie die Interkomm Kassel (Netzwerk von Kommunnen im Kasseler Raum) vorstellen, und beleuchten welche Vorteile ein Leben in Gemeinschaft im Hinblick auf die Klimakrise hat.

Kleine Aktionen im Straßenraum (Kreide, Theater, Gehzeuge) (Projektwerkstatt Sassen) 🅰️
Klein, aber oho – mit wenig Aufwand viel Wirkung schaffen! Ein Stück Kreide verändert das Leben: Immer und überall können wir unsere Kritik, Forderungen, Meinungen hinschreiben – und das völlig legal. Ein kleines gelbes Schild macht Flächen- und Hausbesetzungen straffrei. Mit einem großen Holzrahmen können wir mal eben eine Straße lahmlegen – auch das ganz legal. Allein oder in einer kleinen Gruppe mischen wir eine Situation auf – als verstecktes Theater. Und wenn alles nicht reicht, gilt schon ab zwei Personen das Versammlungsrecht. Damit schieben wir Straßenverkehrsordnung, Polizeirecht und mehr einfach mal beiseite. Der Workshop zeigt eine Vielzahl kleiner Kniffe, die unser Leben bunter und unseren Protest deutlich wirksamer machen – ohne viel Aufwand!

Freitag, 16.00-18.00

Vernetzungstreffen Handwerker*innen for Future
Alle Handwerker*innen oder handwerklich interessierte Menschen sind eingeladen, über eine Gruppe „Handwerker*innen for Future“ in Austausch zu kommen.

Zähne putzen – Retreat-Räume für Aktivisti des sozial-ökologischen Wandels ✳️
In einem Moment in dem Klimakrise deutlich sicht- und spürbar wird ,erlebt emanzipatorischer Umweltaktivismus eine Dynamik, wie vielleicht selten zuvor. Die Hambi Besetzung, Ende Gelände, XR, Klimacamps und so vieles mehr.. gleichzeitig zu all der Stärke dieser Aktionen, sind sie auch eine immense Belastung für die Psyche und den Körper vieler Aktivist*innen. Wir vom Projekt ‚Zähne putzen‘ haben es uns daher zur Aufgabe gemacht, ein Care und Out-of-Action Netzwerk aufzubauen. Kernteil unseres Angebotes ist die Möglichkeit alleine oder als Gruppe Retreats in Global Ecovillage Network (GEN) Gemeinschaften und politischen Kommunen in Deutschland machen zu können – eine Zeit zu haben, in der ihr euch einfach mal erholt, verarbeitet, ausschlaft, euch wenn ihr wollt re-organisiert, tauschlogikfrei und in Solidarität getragen durch die Gemeinschaftsbewegegung. Kommt zu unserem WS, um mehr zu erfahren oder schaut auf aktivisti-retreat.org. Und vor Allem: Nutzt es, wenn es euch hilft. Wir freuen uns! 🙂

Sharing Economy: Eine Leihladenkultur wächst (auch in Kassel) – kollektive Nutzungskonzepte als Alternative (Allerleih e.V.)
Der Durchschnittsdeutsche besitzt 10.000 Gegenstände, die ressourcenintensiv hergestellt und selten genutzt werden (z.B. Schlagbohrer).
Neben dem Teilen von Gegenständen innerhalb Familie, Gruppen/Organisationen und Nachbarschaft gab es bisher kaum bezahlbare Möglichkeiten temporär Zugang zu Waffeleisen, Beamer, Werkzeug, Reiseartikel, Veranstaltungszelte etc. zu bekommen.
Die bisher von der breiten Öffentlichkeit weites gehend unbeachtete internationale „Library of Things“ (Bibliothek der Dinge) – Bewegung möchte das ändern. In den letzten Jahren entstanden allein in Deutschland über 20 gemeinwohlorientierte Leihläden. Angetrieben durch den Verein „allerleih e.V.“ sollen bald auch die ersten Leihmöglichkeiten in & für Kassel entstehen. Dabei sollen nachhaltige Aspekte wie langfristige Reparatur genauso miteinfließen wie eine möglichst barrierefreie Zugänglichkeit/Bezahlbarkeit.
Wir berichten von aktuellen Entwicklungen im non-profit-Sharingbereich, unserem bisherigen Arbeitsprozess und sind dankbar über deine Meinung zu noch ungeklärten Fragen im Leihablauf.

Freitag, 17.00-19.00

Offenes Plenum von Solidarity City 🅿️🕸️
Habt ihr es auch satt dauernd Appelle und Forderungen zu stellen, die dann kaum erhört und umgesetzt werden? Wir finden, es ist an der Zeit, dass wir uns selbst politisch organisieren mit dem Ziel einer ökologischen, solidarischen Stadt! Wir wollen ein gutes Leben für Alle – sei es im Bereich Wohnen, Arbeiten, Freizeit oder Engagement. Gesundheitsversorgung, Bildung und Mobilität müssen allen Menschen offenstehen – und zwar unabhängig von Pass, Aufenthaltsstatus oder ihren finanziellen Mitteln. Gemeinschaft soll in unserer Stadt wieder mehr im Vordergrund stehen und durch einen nachhaltigen Lebensstil die Balance zwischen Mensch und Natur wieder hergestellt werden. Wir wollen das Rad nicht neu erfinden und auch kein zusätzliches Vernetzungstreffen veranstalten, in dem sich Menschen über ihre aktuellen Aktivitäten austauschen. Deswegen wollen wir nicht inhaltlich in die einzelnen Themen einsteigen, sondern uns darauf konzentrieren, was uns verbindet und wo wir hinwollen. Wir bewegen schon viel in unseren zahlreichen Gruppen und können alle unseren Beitrag zu einer solidarischen Stadt leisten. Die Beteiligung an dieser Vision verstehen wir als eine politische Praxis, um unseren Widerstand gegen das kapitalistische Wirtschaftssystem mit all seinen Unterdrückungsmechanismen öffentlich und praktisch werden zu lassen. Lasst und zusammen Kassel zu einer Solidarity City tranformieren! Komm zum Solidarity City Treffen am Freitag, 27. September um 17 Uhr beim Klimacamp Kassel im Nordstadtpark!

Freitag, 18.00-20.00

Critical Mass 💪
Fahrraddemo vom Fridericianum (Friedrichsplatz) über das Klimacamp durch die Stadt. Wir enden gegen 20.00 Uhr auf dem Klimacamp im Nordstadtpark zu Picknick und Konzerten.

Freitag, ab 18.30

Küche für Alle (Küfa) und Mitbring-Picknick
Ganz viel Pflaumenkompott eingekocht? Zu viel Brot beim Foodsharing übrig geblieben? Aufstrich aus der letzten Zucchini-Flut zu verschenken? Bring’s mit zum Klimagerechtigkeits-Picknick im Nordstadtpark.

Freitag, ab 19.00

Klimastreikabend/Tagesabschluss-Plenum
Am Abend versammeln wir uns um die Bühne und laden die Gruppen und Aktiven des Tages, die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Arbeit oder ihre Fragen und Ideen vor dem Klimacamp vorzustellen und vorzutragen. Unterbrochen/untermalt wird dieser Klimastreikabend durch Konzerte von MalKapaun und Frau Supertramp.
Danach geht’s weiter im Karnak zu Kamanko und einer Party.

MalKapaun 🎵
Mit seinen gesellschaftskritischen Texten ist Malkapaun in Kassel schon weit bekannt. Freut euch auf schöne Akusik – Musik und gute Lyrics!

Frau Supertramp 🎵
Die Liedermacherin und ihre Kapelle werden euch mit ihrer Musik zum Träumen bringen. Entspannte Musik, die glücklich macht!

Kamanko 🎵
Kamanko ist ein weit bekanntes und geliebtes Indie-Kollektiv aus Kassel. Ihre abwechslungsreiche Musik mit Einflüssen aus Rock und Indie wird begeistern und verzaubern!

Freitag, ab 23.00

Party an einem anderen Ort. 🎵
u.a. mit Mister Dulister, Inspektor Marek und Lobotomian.

Samstag, 27.09.

Samstag, all day

Open-Space zur Vernetzung emanzipatorischer Gruppen und Einzelpersonen im Vernetzungszelt 🕸️

DIY Transpis und T-Shirts (Queer- und Frauen*Streik Kassel)
Lust auf ein Transpi oder ein widerständiges T-Shirt? Dann komm vorbei und mal mit uns! Zusammen vereint in verschiedenen Kämpfen sind wir stärker den je! Solidarische Grüße vom Frauen und Queers Streik

Samstag, 10.00-12.00

Offenes Plenum des sich gründenden kritischen Ingenieur*innenkollektivs kollekt*ing. 🅿️

Rechte Ökologie – und wie Mensch sie erkennt
Rechte Akteur*innen schaffen es immer wieder, verschiedene Themenbereiche für sich zu vereinnahmen und zu instrumentalisieren. Dies geschieht auch, wenn es um Umwelt- und Naturschutz geht. Ziel des Workshops ist es, Teilnehmerinnen auf eben diese Vereinnahmungen zu sensibilisieren, die Strategien von Rechtsextremist*innen kenntlich zu machen und rechte Standpunkte zum Klimaschutz kennen zu lernen. Hierfür werden wir unter anderem gemeinsam Parteiprogramme und Gruppenkonsense hinsichtlich Ökologiepolitik untersuchen und deren Zusammenhang mit rechter Ideologie prüfen.

Samstag, ab 12.30

Küche für Alle (Küfa)
Unterstützt uns ab 10.00 Uhr in der Space-Kitchen.

Samstag, 13.30-15.30

By2020WeRiseUp – looking forward to the second wave 🕸️
By2020WeRiseUp hat seine Wurzeln in der Klimabewegung, versteht sich jedoch als intersektionale Plattform. Die Idee von By2020 ist ein europaweites, dezentrales Aufbegehren aller progressiven Bewegungen, die die gemeinsamen Grundwerte eines diskriminierungsfreien, solidarischen Miteinanders vertreten – ohne Anführer*innen oder Kommandostrukturen. Dazu möchten wir unsere Kämpfe, die bisher viel zu häufig nebeneinander stattgefunden haben, koordinieren und potenzieren. By2020 möchte als Plattform dienen, um zu vernetzen und gemeinsam Startegien zu finden. Während die erste Aktionswelle bereits in vollem Gange ist, möchten wir mit allen Teilnehmerinnen verschiedener Gruppen Ideen für die zweite Welle im Januar 2020 für unsere Region sammeln.

Klima und Atom (.ausgestrahlt)
Warum Atomkraftwerke dem Klima schaden – Kohle und Atom: richtig abschalten. Im Schatten der Diskussion um den Klimaschutz und den Kohleausstieg scheint die internationale Atomlobby an Einfluss zu gewinnen. Frankreich beschloss 2018, einen Großteil seiner Atommeiler 10 Jahre länger am Netz zu lassen. Anders seien die Klimaschutzziele nicht zu erreichen, so das Argument der Regierung Macron. Auch in anderen Ländern denken Politiker*innen immer lauter über Laufzeitverlängerungen nach, und die Forschung im nuklearen Bereich wird EU-weit immer noch gefördert. Doch die Behauptung, Atomkraft habe eine bessere CO2-Bilanz als z. B.Erneuerbare Energien, ist falsch. Die Referentin und Journalistin Anika Limbach wird herausarbeiten, warum Atomkraftwerke und deren Hinterlassenschaften nicht nur gefährlich sind, sondern auch dem Klima schaden. Und warum Kohle- und der Atomausstieg kein Widerspruch sind. Über meine Person: Seit 10 Jahren engagiert sich Anika Limbach in der Anti-Atom-Bewegung, sie schrieb einen Roman über die Macht der Stromkonzerne und beschäftigt sich als Umweltjournalistin vorwiegend mit Energiethemen wie dem Strommarkt, Atom- und Kohlekraft sowie der Energiewende. Den Workshop bietet sie als freie Mitarbeiterin von .ausgestrahlt an.

Weltweiter Widerstand und Rebellion- Eindrücke einer Menschenrechtsbeoachter*in in zapatistischen Widerstandsgemeinschaften in Mexiko
Im Januar haben die Zapatist@s den 25. Jahrestag ihres Aufstandes gefeiert. Noch immer, aktuell sogar in neuer Schärfe, wird die zapatistische Bewegung von staatlicher Repression und kapitalistischen Megaprojekten bedroht. Internationalismus und praktische Solidarität sind notwendiger denn je. Gleichzeitig lautet die Botschaft der Zapatist@s an die emanzipatorischen Bewegungen im globalen Norden: es ist auch unsere Aufgabe, die Organisierung hier im „Herzen der Bestie“ voranzutreiben. Im Workshop gibt es einen kurzen Einblick in die Geschichte der Zapatistischen Bewegung, Menschenrechtsbeobachtung vor Ort und ein kleines Video vom diesjährigen Rebellischen Zusammentreffen in Deutschland.

Samstag, ab 14.30

Offenes Capoiera-Training zum Einsteigen und Mitmachen

Samstag, 16.00-18.00

Bodymapping und Klimagerechtigkeit (Johanna Leinius)
In lateinamerikanischen Kämpfen gegen Bergbau und andere extraktivistische Projekte ist die Verteidigung des Körpers und die Verteidigung des Landes eng miteinander verbunden. Bei der Entwicklung von Strategien haben Aktivist*innen Methoden entwickelt, die Brücken zwischen Feminismus, Ökologie, Natur und bestimmten Gebieten bilden. Dies ermöglicht es ihnen, sowohl aus einer ganzheitlichen als auch aus einer sensorischen Perspektive auf ihre Umgebung zu schauen und darauf aufbauend Praktiken des kollektiven und persönlichen Widerstands zu entwickeln.
Basierend auf dem Leitfaden „Mapeando Cuerpo-Territorio“ des lateinamerikanischen feministischen Kollektivs „Miradas críticas del Territorio des el Feminismo“ wollen wir darüber nachdenken, was wir aus diesen Kämpfen und  Methoden lernen können, um unsere eigenen Praktiken des Kampfes für Klimagerechtigkeit besser zu verstehen: Welche Rolle spielt unser Körper im Netz der Beziehungen, die jeder von uns zu anderen Menschen, Orten und Wesen aufgebaut hat? Wie erleben wir Territorium? Und wie basiert unser Aktivismus auf bestimmten Orten und Räumen und ist mit diesen verbunden?

Kohleausstieg von unten – Bürgerbegehren und der Weg durch die Institutionen (Kassel Kohlefrei)
Wir nehmen die Klimawende selbst in die Hand! Wie wir mit Mitteln der direkten Demokratie den lokalen Klimaschutz durchsetzen können. Beispiele zum Thema Radverkehr, Energienetze & Energieversorgung aus verschiedenen Städten und aktuelle Infos zur Kampagne „kassel kohlefrei“.

Samstag, ab 18.30

Küche für Alle (Küfa)
Ihr könnt Teil der Küche sein – ab frühem Nachmittag im Küchenareal.

Klimastreikabend/Tagesabschluss-Plenum
Am Abend versammeln wir uns um die Bühne und laden die Gruppen und Aktiven des Tages, die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Arbeit oder ihre Fragen und Ideen vor dem Klimacamp vorzustellen und vorzutragen. Unterbrochen/untermalt wird dieser Klimastreikabend durch Konzerte von Salon Musik, Prüfkörper und Cat Woywod.

Salon Musik 🎵
Salon Musik bringt euch zum Tanzen! Mit internationalen Klängen und Rhythmen als auch mit ihrer Begeristerung für Musik, werden sie ihre gute Stimmung an alle Zuhörer weitergeben.

Prüfkörper 🎵
Die Punkband wird den letzten Abend des Klimacamps nochmal lauter machen. Wir freuen uns riesig!

Cat Woywod 🎵
Die Klangkünsterlin macht mit ihrer intelligenten Kombination von Geräuschen und Klängen eine wunderbare Musik  mit der sie wortwörtlich den Nachklang bzw. den Ausklang des Klimacamps einläutet.

Wofür das Klimacamp ein Ort sein soll…

Skillsharing und Aktionstrainings 🅰️

Die Klimakrise wird zur existenziellen Bedrohung unserer Zukunft. Wir brauchen neue Formen aktiv zu sein, die Politik und Industrie auffordern zu handeln und die Menschen zu sensibilisieren.
Wir bieten daher am Donnerstag und am Freitag Skillsharings und Aktionstrainings an: Zu kreativen Protestformen, Formaten wie politischem Straßentheater, Adbusting, Blockadetechniken, Flashmobs …
Falls vor, zu oder nach der Versammlung zu Straftaten aufgefordert wird oder der Eindruck entsteht, dass zu Straftaten aufgefordert wird, distanziert sich die Versammlungsleitung und die Veranstalter*innen ausdrücklich davon.

Workshops und Vorträge ✳️

Wir wollen an Lösungen arbeiten, wie eine bessere Welt aussehen kann. Das Klimacamp ist selbst eine solche praktische Utopie. Von Donnerstag bis Samstag bieten wir Workshops an zu neuen Formen des Wirtschaftens und den Gründen und Zielen der neuen sozialen Bewegungen. Einen Schwerpunkt liegt dabei im Austausch über und dem Ausprobieren von Formen des Nachhaltigen Aktivismus.

Vernetzung 🕸️

Wir wollen das Klimacamp als Ort zum Austausch und der Vernetzung der Umwelt- und Klimabewegung vor Ort und in der Region, aber auch unter den Bewegungen nutzen. Dafür richten wir am Samstag einen Open Space ein, in dem wir die Gründe und Ziele emanzipatorischer politischer Gruppen kartographieren wollen. Und wir denken darüber nach, was wir in Zukunft erreichen können und wollen, u.a. bei:

  • Offenes Plenum des Klima-Ultimatum-Träger*innenkreises, Do. 19.00-21.00
  • Offenes Plenum von Solidarity City, Fr. 17.00-19.00
  • Offenes Plenum des sich gründenden Ingenieur*innenkollektivs kollekt*ing, Sa. 10.00-12.00
  • Vernetzungs-Open-Space über den ganzen Tag im Vernetzungszelt, Sa. 10.00-17.00
  • Vorstellung und Austausch über die Kampagne #by2020WeRiseUp, Sa. 13.30-15.30

Open Space

Das Klimacamp ist Ort für vielfältige, auch spontane Aktionen und Workshops. Angekündigt sind jetzt schon ein wandernder Friseursalon, ein Umsonstregal, politische Podcasts hören in der Mittagspause, ein Capoera-Workshop am Samstagnachmittag, eine Smoothiebar, eine Banner- und T-Shirt-Bemalwerkstatt am Samstag… Bring deine Nähmaschine, dein Jojo oder deine Akro-Yoga-Crew mit aufs Camp und lasst uns miteinander spielen und voneinander lernen.

Kino, Feuer, Bar

Am Donnerstagabend wird der Nordstadtpark zum Draußen-Kino. Das Feuer in den Tonnen knistert, in der Luft liegt ein Popcorn-Duft und wir verfolgen die alten und neuen Bilder auf der Leinwand.

Bands, DJanes und Party 🎵

Am Freitagabend wird der Nordstadtpark zum Mini-Festival. Wir versammeln lokale und regionale Bands und DJanes, die Lust auf Bewegung machen. Auch am Samstagabend werden wir bei einem Nachklang uns und das Klimacamp feiern. Das Line-Up folgt. Und wer danach nicht genug hat, für den geht’s weiter bei einer Party an einem anderen Ort.

Camp-Orga und Küche

Über die ganze Zeit gibt es jede Menge zu tun auf dem Camp: In der Küche, im Aufbau, der Pflege und dem Abbau der Infrastruktur, in den Awareness-Strukturen. Das Camp lebt davon, dass alle die Strukturen mittragen. Und die Spülstraße ist der schönste Ort, um neue Menschen kennenzulernen.

Wenn ihr Lust habt, im Vorfeld oder während des Camps zu helfen: Neben einem analogen Schichtplan, den es im Infozelt geben wird, haben wir ab sofort auch eine Telegram-Helfer*innen-Gruppe.

Mitmachen

Wir freuen uns über Vorschläge, Ideen und Programmbeiträge:

Hinweis zum Datenschutz: Wir verarbeiten deine Daten vertraulich. Du kannst jederzeit bei uns anfragen, welche Daten wir von dir haben und uns auffordern, deine Daten zu löschen. Wenn das Klimacamp vorbei ist, werden wir alle Daten wieder löschen.

Danke für deinen Ideen und dein Interesse!